Ein Beitrag von Mila
Malala Yousafzai wurde im Jahr 1997 in einer Gebirgsregion im Nordwesten Pakistans geboren. Sie wurde nach einer Heldin aus dem 19. Jahrhundert benannt, die damals in Afghanistan lebte.
In Malalas Kindheit wurde ihre Heimatregion vom Terror der Taliban geprägt. Diese wollten verhindern, dass Mädchen zur Schule gehen und lesen und schreiben lernen. Außerdem übten sie Gewalt gegen viele Menschen aus.
Im Jahr 2008 suchten Reporter eine Schülerin, die darüber berichten sollte, wie das Leben unter der Herrschaft der Taliban in Pakistan ist. Malalas Vater, der Leiter einer Schule war, schlug seine Tochter dafür vor. Daraufhin begann Malala, einen Blog im Internet zu schreiben. Dadurch wurde sie weltweit bekannt.
Im Oktober 2012 wurde Malala von Taliban-Kämpfern angegriffen, weil sie sich öffentlich für das Recht von Mädchen auf Bildung einsetzte. Sie überlebte den Anschlag, wurde jedoch schwer am Kopf verletzt.
Im Jahr 2013 durfte Malala vor den Vereinten Nationen sprechen und auch den damaligen amerikanischen Präsidenten Barack Obama treffen. Ein Jahr später, im Jahr 2014, erhielt sie den Friedensnobelpreis und wurde damit die jüngste Nobelpreisträgerin der Geschichte.
Aus Sicherheitsgründen kehrte ihre Familie nicht nach Pakistan zurück. Stattdessen zog sie nach Großbritannien. Malala besuchte eine Schule in der englischen Stadt Birmingham und schrieb Bücher über ihr Leben und ihren Einsatz für Bildung.
An ihrem 18. Geburtstag eröffnete sie im Libanon eine Schule für syrische Flüchtlingsmädchen. Im Jahr 2017 wurde sie in Kanada zur Ehrenbürgerin ernannt. 2020 schloss sie ihr Studium an der Universität Oxford ab.
