Ein Beitrag von Emelie

„Wird es 2026 wieder eine Wehrpflicht geben?“ – diese Frage stellen sich derzeit viele Menschen.

Am 81. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs haben Jugendliche gegen eine mögliche Rückkehr der Wehrpflicht demonstriert. In Hamburg zählte die Polizei etwa 2.300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, in Berlin waren es rund 1.200.

Das Gesetz über den neuen Wehrdienst trat am 1. Januar 2026 in Kraft. Alle 18-jährigen Frauen und Männer erhalten einen Fragebogen, mit dem ihre Motivation und Eignung für einen möglichen Dienst bei der Bundeswehr erfasst werden sollen. Männer sind verpflichtet, den Fragebogen auszufüllen, für Frauen ist dies freiwillig.

Der eigentliche Wehrdienst bleibt zunächst freiwillig. Ziel ist es, mehr Freiwillige für die Bundeswehr zu gewinnen und zugleich die Reserve zu stärken.

Bereits in den ersten Monaten des Jahres wurden zahlreiche Anschreiben durch das Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr versendet. Wer den Fragebogen trotz Aufforderung nicht beantwortet, begeht eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Bußgeld belegt werden.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums dauert das Ausfüllen des Fragebogens etwa vier bis acht Minuten. Deshalb hofft das Ministerium, dass Verstöße gegen die Auskunftspflicht die Ausnahme bleiben.


Bildquelle: Musterung: Was bedeutet das für junge Menschen? | BR24