Ein Beitrag von Lea und Raoul

Ein Grund dafür ist der niedrige Wasserstand. Durch den heißen Sommer hat sich das Wasser außerdem stark erwärmt. Warmes Wasser kann weniger Sauerstoff aufnehmen als kaltes Wasser. Dadurch fehlt den Fischen der Sauerstoff, den sie zum Überleben brauchen. Die Fische können schließlich ersticken.

Auch die wenigen verbliebenen Wasserbereiche sind für die Fische schwierig. Wenn Fische versuchen, in andere Bereiche auszuweichen, finden sie dort nicht unbedingt bessere Bedingungen. Der niedrige Wasserstand und die hohen Temperaturen setzen die Tiere stark unter Stress.

Wie viele Fische bereits gestorben sind, ist nicht genau bekannt. Der Rheinische Fischereiverband geht davon aus, dass möglicherweise etwa die Hälfte der Karpfen in der Rheinaue betroffen ist. Diese Zahl lässt sich allerdings nicht genau überprüfen.

Angler hatten vorgeschlagen, die noch lebenden Fische in andere Gewässer umzusiedeln. Die Untere Naturschutzbehörde Duisburg lehnte diesen Vorschlag jedoch ab. Sie sieht derzeit keinen Grund für eine solche Rettungsaktion.

Für die Rheinaue gibt es noch ein weiteres Problem: Die toten Fische können unter bestimmten Bedingungen eine Gefahr für andere Tiere darstellen. Besonders Wasservögel wie Reiher könnten durch Botulismus gefährdet werden. Dabei können Bakterien in den Fischkadavern Giftstoffe bilden. Bisher wurden allerdings noch keine toten Wasservögel gefunden.

Quelle: https://www1.wdr.de/nrw/ruhrgebiet/duisburg/duisburg-fischsterben-rheinaue-niedrigwasser-100.html

Bildquelle: https://www1.wdr.de/nrw/ruhrgebiet/duisburg/duisburg-fischsterben-rheinaue-niedrigwasser-100.html